40 Jahre Feuerwehr Neuried
Mit einem Kameradschaftsabend feierte die Freiwillige Feuerwehr Neuried am Samstagabend in der Lindenfeldhalle ihr 40-jähriges Bestehen. Kommandant Ralf Grim meinte, man will mit dieser Feier und weiteren Aktionen dieses Jubiläum begehen. “Heiliger St. Florian, verschon mein Haus zünd andere an”.  So oder ähnlich lautet der Spruch mit dem der Schutzpatron oft zitiert wird. Wie man aus Überlieferungen weiß, ist der Heilige Florian denen beigestanden, die sich in einer Notlage befanden um ihnen zu helfen. Auch in der heutigen modernen Zeit gibt es Menschen, die den Beistand des anderen benötigen um sich aus einer misslichen Lage zu befreien. Man denke an Menschen die, wie vor kurzen in Altenheim, bei einem Brand ihr Hab und Gut verloren oder bei einem Verkehrsunfall Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Dies sind nur zwei Beispiele, bei denen sich die Feuerwehr dem Floriansprinzip verschrieben hat. Ralf Grim blickte auf die Gründung 1974 der Feuerwehr Neuried zurück, nachdem 1973 die Gemeinde Neuried gebildet wurde. Am 16. März 1974 fand in der Bahnhofswirtschaft in Altenheim die Gründungsversammlung der Feuerwehr Neuried mit 213 Wehrmännern statt. Zum ersten Kommandanten wurde Josef Braunstein aus Ichenheim gewählt, der das Amt bis 1999 inne hatte. Stellvertreter wurde Walter Strosack aus Altenheim. Er amtierte bis1984. Ihm folgte Erwin Wurrth. 1999 übernahm Artur Bühn das Kommando. Danach übernahm 2010 Ralf Grim das Amt. Stellvertreter von 1999 bis 2014 war Rudi Hansert, ab 2014 Uwe Winter. Zunächst galt es in erster Linie die neue Gemeinschaft auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Technisch wurde ebenfalls ein großer Schritt nach vorne gemacht, denn die Entwicklung machte auch vor den Feuerwehren nicht halt. Der Fahrzeugpark wurde erneuert und modernisiert. In allen Ortsteilen wurden neue Feuerwehrgerätehäuser erstellt. Nach und nach wurde die Alarmierung durch Funk eingeführt. Die Ausbildung und Schlagkraft der Aktiven durch Lehrgänge und Übungen auf den neuesten Stand gebracht. In Altenheim und Ichenheim bestanden schon Jugendfeuerwehren. Schutterzell, Müllen und nun auch Dundenheim folgten und sorgen so für den Nachwuchs der Feuerwehr. Ab 1985 findet man auch weibliche Vornamen in der aktiven Wehr - damals noch außergewöhnlich, heute selbstverständlich. Die Glückwünsche und den Dank der Gemeinde überbrachte Bürgermeister Jochen Fischer. Er ist der Meinung: “Das wichtigste Potential der Feuerwehr sind nicht die Menschen, sondern die richtigen Menschen, die bereit sind sich jederzeit für den Nächsten einzusetzen”. Und solche Menschen gibt es in der Feuerwehr Neuried sehr viele. Das habe man erst vor Kurzem beim Großbrand in Altenheim erleben können. Schnell und gut konnte geholfen werden. Darauf kann die Gemeinde stolz sein. Die Feuerwehr Neuried hatte in den 40 Jahren sehr viele Einsätze, aber mit Josef Braunstein, Artur Bühn und nun Ralf Grim nur drei Kommandanten. Ihnen dankte er für ihre Weitsicht und ihre Arbeit und überreichte ihnen symbolisch einen Löschzwerg. Kreisjugendwart Christian Faißt, der die Grüße des Ortenaukreises, des Kreisfeuerwehrverbandes und der Jugendfeuerwehren überbrachte, zeichnete Jugendfeuerwehrwart Fabian Czioleck und den stellvertretenden Jugendfeuerwehrwart Marco Roth für ihre Arbeit mit der Silbernen Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg aus und dankte ihnen für ihr großes Engagement für die Jugendfeuerwehr. Mit flotter Musik eröffnete der Fanfarenzug Altenheim und der Spielmannszug Ichenheim unter Leitung von Roland Kern das bunte Programm des Kameradschaftsabends der Freiwilligen Feuerwehr Neuried, der aus Anlass des 40-jährigen Bestehens in der Lindenfeldhalle stattfand. Routiniert führte Manfred Reichenbach durch das Programm. Mit ihrem Männerballett hatten die Aktiven des Ausrückbezirk-Nord die Lacher auf ihrer Seite und kamen natürlich nicht ohne Zugabe von der Bühne. Die Entwicklung der Dienstkleidung und Ausrüstungsgegenstände von 1900 bis heute zeigten in einer Modenschau der besonderen Art einige Aktive des Ausrückbezirk-Süd. Es begann mit fast normaler Arbeitskleidung mit Eimerketten, der Ausrüstung Helm und Tuchrock aus den zwanziger Jahren mit Handdruckspritze folgten. Danach wurde Dienstkleidung und Ausrüstung aus den Jahren kurz vor dem zweiten Weltkrieg und danach gezeigt. Wie rasant Technik und Ausrüstung voran schritt, sah man bei den Auftritten für die 70er Jahre bis zur Jahrtausendwende. Atemschutzgeräte, Einsatzkleidung für Insekteneinsätze, Schutzanzüge für Chemieunfälle dazu die Alarmierungsarten am Anfang durch die Kirchenglocken , Feuerwehrhorn, Sirenen und nun durch Funk und zum Schluss ein knallrotes Gummiboot, waren bei der von Michael Huser und Ulrike Braunstein hervorragend zusammengestellten und mit viel Beifall bedachten "Etwas anderen Modenschau" zu sehen. Mit zur guten Unterhaltung trug auch das von Daniel Lucas imitierte kleine Quiz bei. Hier war das Gesamtgewicht des Kommandanten der Neurieder Wehr und der fünf Abteilungskommandanten zu schätzen. Sie wiegen zusammen 535 Kilogramm. Genau dieses Gewicht schätzten Lothar Bayer, Michael Gabrysch und Michael Schäfer. Zum Schluss des Programms, bei dem auch eine Bilderpräsentatition der Feuerwehr zu sehen war, bedankte sich Kommandant Ralf Grim bei den Damen des Ortsverein Altenheim des Deutschen Hausfrauenbundes Netzwerk Haushalt die für das leibliche Wohl sorgten und bei den Organisatoren und Akteuren des Programms.
Foto: Dieter Fink
v.l. Bürgermeister Jochen Fischer, Ralf Grim Josef Braunstein, Artur Bühn
Foto: Ausrückbezirk-Süd Foto: Ausrückbezirk-Süd Foto: Ausrückbezirk-Süd Foto: Ausrückbezirk-Süd Foto: Ausrückbezirk-Süd Foto: Ausrückbezirk-Süd Foto: Ausrückbezirk-Süd Foto: Ausrückbezirk-Süd Foto: Ausrückbezirk-Süd Foto: Ausrückbezirk-Süd Foto: Ausrückbezirk-Süd Foto: Ausrückbezirk-Süd Foto: Ausrückbezirk-Süd Foto: Ausrückbezirk-Süd Foto: Ausrückbezirk-Süd
“Schwanensee” mit dem Männerbalett  Ausrückbezirk-Nord
“Modenschau” mit dem Aurückbezirk-Süd
Die Kommandanten der Feuerwehr Neuried
Foto: Dieter Fink
Jugendfeuerwehrwarte
Fabian Cziollek
Marco Roth