Feuerwehr Neuried, Abteilung Dundenheim
     Dieses Bild zeigt den Großbrand von 1961. Das Ereignis ging als »schwarzer Tag« in die Geschichte Dundenheims ein.     Große Feuersbrünste mit verheerenden Folgen für die Betroffenen und die Einwohner sind in den Annalen der Ortsgeschichte verzeichnet. Einheimische Historiker wie Hermann Kopf oder Friedrich Schwärzel dokumentierten in ihren Büchern unter anderem auch Brandereignisse in der Geschichte Dundenheims, wie zum Beispiel den 15. September 1677, als die Armee von Marschall Crequi das Dorf vollständig niederbrannte. Jahrzehnte hindurch war die Erinnerung an die Brandkatastrophe des Jahres 1921 bei den Einwohnern wach geblieben. Am 6. August, einem heißen Sommertag, war damals ein Brand beim Schmiedemeister Franz Zeiser in der Hauptstraße 175 ausgebrochen, der sich mit rasender Geschwindigkeit ausgebreitet hatte. Die Schülerin Hilda Schnebel hatte die Ereignisse damals in einem Schulaufsatz festgehalten: »Bald waren auch die Feuerwehren von Ichenheim, Altenheim und sogar von Meißenheim da, und es gelang mit vereinten Kräften, dem tobenden Feuerelement Einhalt zu gebieten«, heißt es unter anderem darin. Vier Gehöfte und fünf Scheunen wurden Opfer der Flammen. Auch der dritte Großbrand ist noch immer nicht in Vergessenheit geraten, nächstes Jahr ist es 50 Jahre her. Der 18. September 1961 ging als »schwarzer Tag« in die Dorfgeschichte ein. Schuld daran war die Dreschmaschine eines Landwirts, aus der ohne Vorwarnung eine Stichflamme emporgestoßen war, verursacht durch einen Defekt im Motor des Staubgebläses Die Scheune des Landwirts stand innerhalb weniger Minuten komplett in Flammen. Drei Ökonomiegebäude, zwei Bauernhäuser sowie die Tabakernte von 40 Ar waren dem Brand zum Opfer gefallen. Vier Feuerwehren – Dundenheim, Altenheim, Ichenheim und Lahr – sowie zahlreiche Helfer kämpften verzweifelt gegen das Flammenmeer an, das nur noch vom Gasthaus »Zum Schwert« am Dorfende ferngehalten werden konnte. Dichte Rauchwolken lagen über dem Dorf, in dessen Straßen die qualvollen Angstschreie der von den Flammen eingeschlossenen Kühe und Schweine zu hören waren. Das Feuer breitete sich mit rasender Geschwindikgkeit aus. Nicht einmal ein Jahr später ging ein weiterer Großbrand in die Dundenheimer Geschichte ein. »Es brennt, es brennt!« hatte es in den Straßen des Dorfes gehallt, über dem am 12. August 1962 die sonntägliche Morgenstille gelegen hatte. Als um 9.30 Uhr Feueralarm gegeben wurde, stand bereits eine Unheil verkündende Rauchwolke über dem Dorf. Ein schadhafter Kamin hatte das Feuer ausgelöst, dem nun die Bäckerei mit Kolonialwarenhandel von Bäckermeister Max Beiser in der Kleinen Gasse zum Opfer fiel. Der Verkaufsladen, das Wohnhaus und das Ökonomiegebäude konnten nicht gerettet werden. Der Dundenheimer Wehr, die einen schnellen Einsatz zeigte, stand die Altenheimer Feuerwehr tatkräftig zur Seite. Auch die alarmierte Ichenheimer Wehr war zur Stelle. Ohne die Wasserversorgungsanlage der Gemeinde hätten die umliegenden Gehöfte nicht geschützt werden können. Seit diesem Tag ist das Dorf von schlimmeren Bränden verschont geblieben.
Großbrände in Dundenheim
Die Geschichte der Dundenheimer Feuerwehr
Die Freiwillige Feuerwehr Dundenheim wurde am 18. März 1935 auf Anordnung des Landrats Dr. Sander gegründet. Der erste Kommandant war Otto Rudolf. 35 Mann zählte die Mannschaftsstärke.
Zur Brandbekämpfung stand eine Saug- und Druckspritze der Firma Grether zur Verfügung. Die Spritze wurde im Jahre 1921 nach einem verheerenden Großbrand an der heutigen B36, dem 4 Höfe und 5 Scheunen zum Opfer fielen, von der Gemeinde Dundenheim angeschafft.
Im März 1943 wurde die erste Motorspritze (eine TS-8) angeschafft. Ebenso wurde 1943 zur besseren Löschwasserversorgung 6 Tiefbrunnen gebaut. Da 1944 alle wehrfähigen Männer im Krieg waren, wurden vom Bürgermeister 14 Frauen zum Dienst in der Feuerwehr verpflichtet. Nachdem der Kommandant Otto Rudolf 1939 zum Militärdienst einberufen wurde, übernahm Wilhelm Schäfer III das Kommando. Dieses hatte er bis 1957 inne. 1957 übernahm dann Albrecht Roth das Amt des Kommandanten, das er bis ins Jahr 1967 ausübte.
Der wohl größte Brandfall in der Geschichte der Dundenheimer Feuerwehr ereignete sich am 18. September 1961 in der Dundenheimer Hauptstraße. Diesem Großbrand fielen 3 Ökonomiegebäude und 2 Wohnhäuser zum Opfer. Brandherd war die Scheune des Landwirts Johann Georg Spengler. Durch einen Defekt an der Dreschmaschine kam es zu einer Staubexplosion und die Scheune stand in Sekundenschnelle im Vollbrand. Mit größter Mühe und Not konnten sich die dort arbeitenden Leute noch retten. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus, wozu auch der Nordwind beitrug. Die Flammen fraßen sich bis hin zum Ökonomiegebäude des Gasthauses “Schwert”. Der Schwertsaal konnte noch gerettet werden. Es waren 4 Feuerwehren im Einsatz: die Feuerwehr Dundenheim, die Feuerwehr Ichenheim, die Feuerwehr Altenheim sowie die Feuerwehr aus Lahr. Ein Jahr Später am 12.August 1962 war wieder ein Brand in der Bäckerei Max Beiser in der Kleinen Gasse. Die Wasserversorgung wurde über Unterflurhydranten gemacht, somit konnten die Nachbargebäude gerettet werden.
1967 übernahm Walter Schwärzel die Führung der Feuerwehr Dundenheim und löst somit nach 10 Jahren Albrecht Roth ab. Ein weiterer technischer Fortschritt war, als 1973 die Gemeinde Dundenheim einen OPEL-Blitz in Dienst nahm. 1973 wurde aber auch die Gemeinde Neuried gegründet, was dazu führte, dass aus der Feuerwehr Dundenheim die Abteilung Dundenheim der Feuerwehr Neuried wurde. 1975 und 1976 war die Abteilung wieder gefordert, als beide Male der Blitz eingeschlagen hatte.
1984 wurde ein neuer Kommandant gewählt. Dies war Hans Rudolf, der sein Amt 25 Jahre bis ins Jahr 2009 ausführte. 1985 wurde das 50 jährige Jubiläum mit einem großen Fest auf der Dorfplatzwiese gefeiert Einen wochenlangen Einsatz bescherte uns der Orkan “Lothar”, der uns am 26. Dezember 1999 überraschend besuchte.
Eine sehr große Veränderung gab es mit dem Beschluss des Gemeinderates Neuried im Jahre 2004. Es wurde beschlossen, die Feuerwehr Neuried in Ausrückbezirke einzuteilen. Somit bildet seitdem die Abteilung Dundenheim und die Abteilung Ichenheim den Ausrückbezirk-Süd. Es wurde ein neues Feuerwehrgerätehaus an der nördlichen Ortseinfahrt von Ichenheim gebaut, und am 19. Januar 2008 konnten beide Abteilungen in das neue Gerätehaus einziehen. Beide Abteilungen zogen symbolisch zu Fuß, Dundenheim von Norden und Ichenheim vo Süden ins neue Gerätehaus ein. Beide Abteilungen sind gleichberechtigte Partner in einer gemeinsamen Verantwortung für jeden Einsatz, egal auf welcher Gemarkung. Wenn es der neuen Struktur der Ausrückbezirke gelingt, auch nur ein einziges Haus zu retten, dann hat es sich schon gelohnt. Denn letztlich ist Lokalpatriotismus weniger wichtig als Leib und Leben unserer Einwohner.
2009 legte Hans Rudolf sein Amt als Kommandant nieder und Bernd Schwärzel wurde zum neuen, jetzigen Kommandanten der Abteilung Dundenheim gewählt.
Das alte LF 8 wurde 2008 außer Dienst gestellt. Durch Kontakte des Meissenheimers Friedhelm Huser hat man das Fahrzeug nach Rumänien gespendet. Es wurde im Frühjahr 2008 von einigen Kameraden selbst nach Rumänien überführt, wo es gerne angenommen wurde und heute noch im Dienst ist.
Bernd Schwärzel, Abt. Kdt
im Dienste der Feuerwehr in Rumänien
bei der Fahrzeugübergabe
Gründungsmitglieder
Abteilungskommandant Dundenheim
Das Kommando der Dundenheimer Feuerwehr
1967 - 1984 1984 - 2009 1957 - 1967 1939 - 1957 1935 - 1939 2009 - heute
1935 - 1939 Otto Rudolf
1939 - 1957 Wilhelm Schäfer III
1957 - 1967 Albrecht Roth
1967 - 1984 Walter Schwärzel
1984 - 2009 Hans Rudolf
2009 - heute Bernd Schwärzel
Foto: braxart.de